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Sonntag, den 07.04.13
Beim Thema grüner Tee sind fast schon mystische Botschaften im Umlauf. Hollywoodschauspielerinnen schwören auf die Abnehmeffekte und wollen am Film-Set gleich mehrere Kannen platziert haben. Grüner Tee soll zudem vor Krebs schützen. Da greifen wir doch gerne zu.
Im Rahmen der praktischen Zubereitung haben wir aber oft schlechte Erlebnisse. Grüner Tee schmeckt nicht selten bitter, manchmal sogar muffig. Worauf gilt es zu achten und was ist dran am Gesundheitsmythos?

Zunächst gilt es zu betonen, dass grüner und schwarzer Tee von der gleichen Pflanze abstammen. Die Bearbeitung der Blätter macht den Unterschied aus. Beim grünen Tee trocknen die Blätter nur. Beim schwarzen Tee kommt es zur Fermentation, der dem Schwarztee mithilfe von Sauerstoff seine dunkle Farbe und seinen speziellen Geschmack gibt. Bei der Fermentation werden aber Polyphenole abgebaut. Wenn der Tee unfermentiert, also grün ist, bleiben diese weit mehr erhalten. Damit kann der grüne Tee gesundheitlich punkten. Einige Tassen grüner Tee sollen daher auch die Zunahme von Körperfett reduzieren. Wie immer ist aber vor "Wundermittel" zu warnen. Grüner Tee kann höchstens ergänzend verwendet werden. Bewegung und richtige Ernährung sind sicher wichtiger, als monokausal auf ein Getränk zu setzen.
Auch gegen Krebs und frühzeitige Alterung soll grüner Tee wirken. Zum einen enthält er Antioxidantien. Sie fangen freie Radikale ab, binden die schädlichen Abbauprodukte an sich und setzen sie so außer Gefecht. Ein weiteres Gesundheitsplus sind die Gerbstoffe. Auch hier gibt es unterschiedliche Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen. Vor übereilten Hoffnungen sei aber auch hier gewarnt. Daher sind auch die Grüntee-Kapseln mit Vorsicht zu genießen.

Wenden wir uns lieber der praktischen Zubereitung zu. Entscheidend dabei ist die Temperatur des Wassers. Bei grünem Tee sollte sie nicht so heiß wie beim schwarzen Tee sein. Dabei ist jeder Tee etwas anders und daher gilt es zu experimentieren. Damit kann man in Kombination mit der Ziehzeit auch die Bitterkeit reduzieren. Die Geschmacksstoffe können jetzt ihr volles Aroma entfalten. Muffig schmeckt der Grüne Tee nur, wenn das Produkt minderwertig ist. Metallkannen oder Edelstahlsieben sollten nicht als Gefässe verwendet werden. Ein direkter Aufguss in der Porzellankanne ist immer empfehlenswert.
So kommt man bei Bio-Tees auf den vollen Genussfaktor und brauchen den Tee gar nicht mehr als Wundermittel.
Zertifizierte Tees mindern auch die Problematik der immer wieder aufkehrenden Problematik der Rückstände von Schadstoffen in Tees. Das Fair Trade Label schützt zudem die kleinbäuerlichen Produzenten.
amorebio setzt auch daher auf Grün-Teeprodukte von TOUCH ORGANIC.